Wahre Geschichten

Allein, ohne Investoren, verkauft er seine KI-App nach 6 Monaten für 80 Millionen Dollar: die Geschichte von Base44

Klickstudio — Webstudio Genf

28. September 2026 · 7 min Lesezeit

Solo-Gründer arbeitet an seiner KI-Anwendung

Anfang 2025 startet ein israelischer Entwickler allein ein Nebenprojekt: ein Tool, das Anwendungen aus einer einfachen Textbeschreibung baut. Keine Investoren, anfangs kein Team. Sechs Monate später unterschreibt der Webseiten-Riese Wix einen Scheck über 80 Millionen Dollar, um es zu kaufen.

Sein Name: Maor Shlomo. Sein Produkt: Base44. Und seine Geschichte ist zum meistzitierten Beispiel des «Vibe Coding»-Phänomens geworden.

Blitzwachstum ohne einen Franken Werbung

  • 10’000 Nutzer in den ersten drei Wochen, laut Calcalist.
  • Rund 250’000 Nutzer sechs Monate nach dem Start.
  • Ein Gewinn von 189’000 Dollar in einem Monat, öffentlich vom Gründer bekannt gegeben – trotz hoher Kosten für die KI-Modelle.
  • Weniger als 10 Mitarbeitende zum Zeitpunkt des Verkaufs und ein einziger Aktionär: er selbst.

Wie hat er das geschafft?

Maor Shlomo hat seinen Weg ausführlich erzählt, unter anderem im Podcast von Lenny Rachitsky. Drei Entscheidungen fallen auf: ein Produkt, das eine Sache sehr gut macht (eine Idee in eine funktionierende App verwandeln), eine ständige Präsenz in den sozialen Netzwerken, wo er Zahlen und Neuheiten öffentlich teilte, und zahlende Nutzer von Anfang an statt einer Finanzierungsrunde.

Das entscheidende Detail

Es war nicht sein erstes Projekt.

Er hatte bereits Explorium mitgegründet, ein von Insight Partners unterstütztes Daten-Start-up. Die KI beschleunigte die Arbeit; die Erfahrung erledigte den Rest.

Auf dem Boden bleiben

Diese Geschichten sind echt, aber sie sind Ausnahmen.

Auf jeden Erfolg in den Medien kommen Tausende Projekte, die nie abheben. Kopieren kann man nicht das Ergebnis, sondern die Methode.

Was ein Schweizer Unternehmer daraus lernen kann

  1. Eine einzelne Person kann heute echte Software bauen und verkaufen.
  2. Die eigene Arbeit öffentlich zu zeigen, bringt erste Kunden besser als ein Werbebudget.
  3. Früh Geld zu verlangen bestätigt die Idee zuverlässiger als Tausende Gratisnutzer.
  4. Die Vibe-Coding-Tools, für die Base44 steht, sind für alle zugänglich – genau das lernt man im Kurs.

Und wenn Sie Ihr eigenes Tool mit KI bauen?

Individueller Vibe-Coding-Kurs per Video: Wir starten bei Ihrer Idee und stellen sie gemeinsam online, Schritt für Schritt.

Quellen: TechCrunch (18. Juni 2025), Calcalist / CTech, Lenny’s Podcast (Interview mit Maor Shlomo).

Häufige Fragen zu diesem Thema

Was ist Base44?

Eine Vibe-Coding-Plattform: Man beschreibt in wenigen Sätzen die gewünschte App (internes Tool, Spiel, kleine Software) und die KI baut sie, samt Datenbank und Benutzerkonten.

Wie viel hat Wix für Base44 bezahlt?

80 Millionen Dollar in bar laut TechCrunch und Calcalist, mit zusätzlichen Zahlungen, falls bis 2029 Umsatzziele erreicht werden.

War Maor Shlomo ein Anfänger?

Nein. Er hatte bereits Explorium mitgegründet, ein Datenanalyse-Start-up. Seine Erfahrung zählte bei diesem Erfolg ebenso viel wie die KI.

Videos zum Thema

Solo founder, $80M exit, 6 months: The Base44 story | Maor ShlomoYouTube · Lenny’s Podcast
AMA with Maor Shlomo, Founder of Base44YouTube · Base44

Quellen und weiterführende Links